Bündnis 90/Die Grünen - Ortsverband Tostedt

Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2001

 
 

17. A 20

Die neue Bundesautobahn 20 (A 20) soll Hamburg im Westen umgehen und zwischen Bremen und Hamburg auf die A 1 stoßen. Eine der möglichen Anschlussstellen ist Heidenau. Im Samtgemeinderat haben sich CDU und SPD für einen Anschluss der A 20 bei Heidenau ausgesprochen.

Wir lehnen den Anschluss bei Heidenau entschieden ab. Außer den sehr negativen Folgen für die Anwohner in Hollinde ist für die ganze Samtgemeinde mit einem erheblichen zusätzlichen Verkehrsaufkommen zu rechenen. Die geplante Autobahn würde, von Nordwesten kommend, bei Heidenau enden. Fahrzeuge, die direkt in Richtung der A 20 weiterfahren wollen, werden über Heidenau-Tostedt-Welle zur B 3 fahren. Dieser zusätzliche Verkehr würde die Samtgemeinde also fast ganz durchqueren. Außer dem zusätzlichem Verkehr, der in die Region südöstlich der Samtgemeinde zielt, dürfte auch ein nennenswerter Teil des überregionalen Verkehrs in Richtung Hannover-Kassel (A 7) diese Route wählen. Für den Autofahrer (auch für den LKW-Verkehr) würden sich nämlich folgende Möglichkeiten anbieten, um von einer "Anschlussstelle Heidenau nach Westenholz (direkt unter dem Walsroder Dreieck) zu gelangen:

A 1 Richtung Hamburg über Horster Dreieck 107 km
A 1 Richtung Bremen über die A 27 115 km
Über Tostedt — B 3 nach Bispingen 82,7 km
Über Tostedt — B 3 nach Soltau-Süd 76,9 km

Abhängig von den individuellen Präferenzen ist zu erwarten, dass ein nennenswerter Anteil der Fahrten über Tostedt verlaufen wird. Der Heidenauer Gemeinderat, der unverständlicher Weise auch mehrheitlich (SPD und CDU) für den Anschluss bei Heidenau war, forderte daher eine Umgehungsstraße für Heidenau zu prüfen. Abgesehen von dem enormen Eingriff in die Natur, dürfte eine derartige Umgehungsstraße, die dann sicherlich auch noch Tostedt umgehen müsste, eine Fiktion sein, die schon an der Finanzierung scheitern wird.

 
 
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